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Google renoviert Design und Suche - Mehr Social als Standard

Der nächste logische Schritt in der Vernetzung des Internetuniversums ist getan: Google stellt auf das neue Design um
und verknüpft seine Suchergebnisse enger mit Informationen aus seinem sozialen Netzwerk Google+ und anderen Diensten. Twitter sieht seine Felle davonschwimmen.

Mit "Search, plus Your World" umschreibt der Internetkonzern das neue Sucherlebnis. Google fokussiert jetzt seine Suche auf mit Social-Media-Inhalten angereicherte Ergebnisse. Auf der US-Seite werden angemeldeten Google-Nutzern zuerst Suchergebnisse mit passenden Beiträgen und Informationen aus Google+ angezeigt. Die bisherige Standardsuche ist nur noch über einen Button am rechten Rand zu finden. Zugleich nimmt Google Abschied von der alten schwarzen Leiste am oberen Bildschirmrand. Die Google-Tools finden sich nun in einem Dropdown-Menü, das sich unter dem Google-Logo versteckt. Beides soll in den kommenden Wochen allen Nutzern zugänglich gemacht werden. Mit unserer ausführlichen Anleitung zum neuen Google-Design lässt sich die Suche schon heute im neuen Look and Feel ausprobieren.

Begonnen hatte Google mit seiner "Social Search" bereits im Jahr 2009. In Ermangelung eigener Social-Kanäle war der Nutzen jedoch nur beschränkt. Durch die Kooperation mit Twitter konnte Google seine Suchergebnisse jedoch um zahlreiche Tweets und Echtzeit-Ergebnisse anreichern. Twitter verlängerte jedoch im Sommer 2011 den Vertrag mit Google nicht. Durch den Start von Google+ Ende Juni 2011 verfügt Google jedoch über ein eigenes soziales Netzwerk und die für die Social Search wichtigen Inhalte und Verknüpfungen.

Miese Stimmung bei Twitter:
Der Kurznachrichtendienst Twitter reagierte verschnupft auf die Neuigkeiten des früheren Kooperationspartners. Die neue Funktion sei schlecht für Menschen, Publisher, Medien und Twitter-Nutzer heißt es in einer E-Mail, die an verschiedene Medien und Blogger ging. Grund dafür sei, dass keine Tweets in den Suchergebnissen vorkommen. Twitter sei mit seinen 100 Millionen Nutzern und den mehr als 250 Millionen Tweets täglich ein wichtiger Kanal für Echtzeit-Nachrichten. Diese Informationen würden den Nutzern nun in gewisser Weise vorenthalten.

Google reagierte per Post auf Google+ entspannt auf die Kritik: "Wir sind ein bisschen überrascht über die Aussagen von Twitter über "Search, plus Your World", denn sie haben im letzten Sommer ja den Vertrag nicht verlängert."

Persönliche Suchergebnisse:
Google versucht seit Jahren die Suchergebnisse immer passender für den jeweiligen Nutzer zu machen. Das kommt aber längst nicht bei allen Nutzern gut an. Kritiker befürchten gar eine zu enge Beschränkung der Treffer. Nutzer bekämen nur noch das zu sehen, was in ihrem erweiterten Bekanntenkreis passiert. Dadurch würde die Suche deutlich eingeschränkt. Deshalb dürften die jetzt umgesetzten Neuerungen Wasser auf die Mühlen der Kritiker sein. Auf der Suchergebnisseite werden nun individuelle Treffer aus den eigenen Google-Kreisen gezeigt. Dabei handelt es sich nicht nur um Beiträge, sondern auch um Fotos. Zudem finden sich am oberen Rand der Suchergebnisse Links zu Google+-Profilen, denen der Nutzer folgen könnte, da sie Inhalte zu seiner Suchanfrage gepostet haben.

Auch die Google+-Seiten erlangen damit eine größere Bedeutung. Relevante Sites werden nun direkt in den Suchergebnissen angezeigt. Fürs Marketing interessant sind die Seiten derzeit jedoch nur bedingt. Schließlich fehlt es im Vergleich zu Facebook noch an Apps und Interaktionsmöglichkeiten. Marketing-Verantwortliche in Unternehmen bemängelten bisher vor allem die Reichweite des Kanals. Durch die Einbindung in die Suchergebnisse dürfte dies bald kein Argument mehr sein.

(Quelle: internetworldbusiness)
 


Youtube startet Analytics -
Mehr Einsicht in Videostatistiken

Youtube verbessert seine Tracking-Tools: Der Videodienst nennt seinen Statistikdienst ab sofort nicht mehr Insight, sondern Analytics. Bereits vorhandene Features wurden aktualisiert und einige neue Tools hinzugefügt.

Wer die Videos ansieht und von wo aus Nutzer die Clips ansteuern, ist schon seit längerem über Youtube herauszufinden. Nun wird das Statistik-Tool der Videoplattform aussagekräftiger: Das von Insight in Analytics umbenannte Tool verspricht mehr Einsichten in die Zielgruppe der Clipmacher, erklärt Ted Hamilton, Product Manager, im Youtube-Blog.

Unter anderem gibt es jetzt einen Überblick, der gebündelt und kurz die wichtigsten Informationen zusammenfasst.
Die Analytics-Berichte enthalten mehr Details und ermöglichen damit einen tieferen Einblick in den Zusammenhang zwischen Videoinhalt und Zielgruppe. Unter anderem werden auch die so genannten "Audience Builders" gekennzeichnet.
Das sind Videos, die die meisten Ansichten und Abonnements angesammelt haben.
Darüber hinaus wurden Statistiken eingeführt, die zeigen, wie lange die Nutzer sich ein Video anschauen.

(Quelle: internetworldbusiness)

 

Google selbst hat die meisten Fans


Kaum sind die Unternehmensseiten auf Google+ frei gegeben worden, sind bereits zwei Drittel der globalen Top 100-Marken mit einem eigenen Auftritt vertreten. Die Unternehmensseite mit den meisten "Fans": Google selbst.

Unternehmen hatten bereits seit Einführung von Google+ im Juni 2011 auf die Freischaltung von Unternehmensseiten gewartet. Und tatsächlich sind die wichtigsten Marken der Welt mittlerweile schon großflächig auf Google+ vertreten.

Einer Studie von BrightEdge zufolge haben mittlerweile 94 der Top-100-Marken eine Präsenz auf Google+. Insgesamt 61 Prozent der untersuchten Marken waren bereits in weniger als einer Woche mit einer eigenen Seite auf dem Netzwerk am Start. Davon haben aber nur 13 Prozent ihren Google+-Auftritt auf ihrer Webpage verlinkt - was Abstriche für die Präsenz des Netzwerkes im sozialen Web bedeutet.

Die Marke mit den meisten Fans auf Google+ ist bisher Google mit mehr als 65.000 Fans. Großunternehmen wie Coca Cola, McDonalds oder Verizon haben laut Studienauswertung lediglich ein paar Dutzend Fans. Hier reicht Google+ noch lange nicht an die Fanseiten von Facebook heran, bei denen die Fanzahlen der genannten Unternehmen mehrere Hunderttausende erreichen.

Während Facebook aus Social Media-Werbung kaum mehr wegzudenken ist, hat Google hier noch einiges aufzuholen. Angesichts der Tatsache, dass Google+-Seiten jedoch durchschnittlich unter den Top-12-Suchergebnissen bei Suchanfragen nach Marken erscheinen, dürften Unternehmen ihr Engagement auf dem Google-Netzwerk vermutlich schon bald intensivieren. Zum Vergleich: Suchergebnisse von Facebook-Fanseiten liegen durchschnittlich innerhalb der Top-14-Search-Ergebnisse.

internetworld.de-Leser sind bisher noch nicht vollständig vom Marketingwert der Google+-Unternehmensseiten überzeugt: Eine Umfrage ergab, dass eine knappe Mehrheit von 53 Prozent der Befragten Facebook für ein wirkungsvolleres Marketingwerkzeug halten, während 47 Prozent Google+ mehr Chancen einräumen.


(Quelle: internetworldbusiness)
 

Google AdWords Express in Deutschland angekommen

Im Juli startete Google AdWords Express in den USA. Nun ist dieser lokale Anzeigendienst in Deutschland und Grossbritannien verfügbar. Kleine Anbieter, die bisher die umfangreiche Bedienung von Google AdWords fürchteten und geschäftlich ausschliesslich regional ausgerichtet sind, finden mit Google AdWords Express ein leicht zu bedienendes Werkzeug.

Mit der blauen Stecknadel auf Google Maps sticht ein Eintrag per Google AdWords Express hervor.
AdWords Express funktioniert ebenso wie Google AdWords nach dem Gebotsprizip. Die Mischung aus Höchstgebot und Qualitätsfaktor entscheidet, an welcher Stelle die Anzeige in den Trefferlisten gezeigt wird. Zusätzlich findet sich der Eintrag direkt in Google Maps, hervorgehoben mit der blauen Stecknadel.

AdWords Express ist jedoch deutlich leichter zu bedienen als Google AdWords.
Deshalb bietet sich diese Werbeform für kleine regionale ‘Dienstleister an.
Laut Google dauert es nur wenige Minuten bis die Anzeige erstellt ist.
Anzeigentext schreiben, Budget und Branche auswählen, fertig. Bezahlt wird nur für Klicks. Das festgelegte Tagesbudget sorgt zuverlässig dafür, dass die geplanten Ausgaben nicht überschritten werden.

(Quelle: @-web)




Was macht E-Commerce erfolgreich?

Bill Bass, Vorstand und CEO Direct des Mode-in-Übergrößen-Retailers Charming Shoppes hat in seiner Karriere schon viele Stationen durchlaufen - von Land's End über Sears bis zu Fair Indigo und Charming Shoppes. Heute ist er überzeugt: QR-Codes sind Quatsch, Social Media ist gut für Kundenservice, aber schlecht zum Vertrieb, und Smartphones werden in Sachen Kommerz total überschätzt.

Die fünf wichtigsten Lektionen, die Bass in seiner 15 Jahre währenden Händlerlaufbahn gelernt hat, teilte er mit den 3.200 Teilnehmern in Boston:

Lektion 1: E-Commerce ist nicht nur ein weiterer Store und ein viel günstigerer Vertriebskanal

Der Rhythmus und die Dynamik im Web sind eine ganz andere als im stationären Handel. "Es gibt starke Abweichungen zwischen den verkaufsstarken Tagen lokal und den verkaufsstarken Tagen online. Lokal zielen sämtliche Aktionen auf die Wochenenden. Online wird eher unter der Woche verkauft. Das bedeutet, Sie können Ihre Store-Promotions online nicht wiederholen", sagt Bass. Auch der Wettbewerb sei online ein anderer als im traditionellen Handel. Und es gebe andere Erfolgskriterien: "Wenn ich zu einem Verkäufer gehe und ihn nach seinen Erfolgskriterien frage, sagt er bestimmt nicht Einfachheit, leichte Suche und schneller Checkout", so der Vertriebsprofi. "Den Webstore so zu behandeln wie einen lokalen Store halte ich für das Dümmste, was ich je gehört habe", sagt er offen. "Wenn Sie das so machen, suboptimieren Sie diesen Kanal."

Lektion 2: Organisationsstrukturen sind wichtig

In der Regel gibt es zwei Organisationsformen, wie Onlinehandel und stationärer Handel zusammengreifen. Entweder sie laufen komplett getrennt voneinander oder sie sind komplet integriert. Bass hält beide Formen für falsch: "Die E-Commerce-Abteilung sollte getrennt laufen, muss aber direkt an den CEO berichten", glaubt er. Der Grund: "Das Web verändert interne Unternehmensstrukturen. Und der CEO ist der einzige, der entsprechende Entscheidungen treffen kann." Bass unterfüttert seine Lektion mit einer Anekdote: "Kürzlich rief mich ein Headhunter an und wollte mich für ein großes Unternehmen anheuern. Er erzählte, das Unternehmen mache heute schon 30 Prozent seines Umsatzes online, in Zukunft sollen es 60 Prozent sein. Ich fragte, ob die E-Commerce-Abteilung direkt an den CEO berichtet. Er sagte nein, der CEO sei mit wichtigeren Dingen beschäftigt, Internationalisierung und so. Daraufhin lehnte ich den Job ab. Wenn ein Unternehmen 30 Prozent seines Umsatzes im Web macht, gibt es für einen CEO keine wichtigeren strategischen Dinge", betont er. Um sicherzustellen, dass die stationären Händler das Internet nicht boykottieren, sollten sie am Webumsatz beteiligt werden. Aber auch anders herum sollte die Online-Abteilung von den stationären Umsätzen profitieren.

Lektion 3: Fokus, Fokus, Fokus

"Lassen Sie sich nicht von glänzenden Dingen oder vermeintlich wichtigen Kennzahlen ablenken", rät Bass. "Mir wollte jüngst eine Agentur erzählen, die Verweildauer auf der Seite sei ein wichtiges Erfolgskriterium und wir sollten das Suchfeld auf der Seite verschieben, damit der Nutzer länger danach suchen muss. Quatsch. Die einzigen Kennzahlen, die zählen, sind Umsatz, Ausgaben und Ertrag. Und wenn jemand andere Kennzahlen einführen will, dann weil seine Dienstleistungen die ursprünglichen Kennzahlen nicht verbessern." Ein Online-Shop sollte nur Dinge tun, die dem Kunden das Leben erleichtern. "Foursquare macht den Kunden das Leben nicht leichter. Second Life auch nicht. Und ganz ehrlich: Ich habe noch nie jemanden gesehen, der in einem Laden QR-Codes abfotografierte." Auch F-Commerce hält Bass für überbewertet. "Wie sollen wir hier unseren Erfolg messen? Anhand der Fanzahlen? Wenn wir nicht wissen, was ein Fan wert ist, warum tun wir das?", fragt er. Trotz allen Hypes - die wichtigsten Elemente eines Shops seien die Suche und ein rascher Checkout.

Lektion 4: Berücksichtigen Sie Lektion 3, aber seien Sie Neuheiten gegenüber nicht zu verschlossen

Jenseits von Facebook und Smartphones gebe es aber doch Dinge, die das Nutzererlebnis im Shop verbessern und den Umsatz steigern können. So hat Charming Shoppes einen Größenberater eingeführt, der auf über einer Million Kundenbefragungen und 10.000 In-Store-Anproben beruht. Unter www.fashiongenius.com müssen Kundinnen ein paar Fragen beantworten und finden dann Kleider, die zu ihrer Größe und ihrem Stil passen. Innerhalb eines Tages haben 60.000 Kundinnen den Service genutzt.

Lektion 5: Schauen Sie auf das, was vor ihnen liegt (und was nicht)

Der wichtigste Blick für Retailer sei nach vorne, nicht zurück. Bass schätzt, dass in fünf bis zehn Jahren rund 30 Prozent der In-Store-Umsätze online erzielt werden. Dies habe dramatische Auswirkungen auf die Filialen. "Ich würde keine langfristigen Pläne zur Eröffnung neuer stationärer Standorte schmieden", sagt Bass. Stattdessen glaubt er, dass Filialen eher kleiner würden - und weniger. "Ein schmerzvoller Prozess." Darüber hinaus rät er Händlern, das iPad im Auge zu behalten. "Angry Bird war auf dem Computer ein Flop, auf dem iPad ein riesen Erfolg. Ähnlich ist es im E-Commerce. Das Shoppingerlebnis auf einem iPad ist erheblich besser als auf einem PC." Bezüglich M-Commerce ist er skeptisch. Und auch an Social Commerce glaubt Bass nicht so richtig: "Das ist mehr ein Servicekanal - zumindest auf absehbare Zeit."

(Quelle: internetworldbusiness)


Google Wallet


Gestern noch Spekulation, heute wahr: Google Wallet ist jetzt offiziell freigeschaltet. Mit Hilfe von Near Field Communication (NFC) können Smartphonebesitzer in Zukunft draht- und bargeldlos bezahlen.

Die erste Version der App wurde nun in den USA frei gegeben. Zunächst läuft die Anwendung auf Sprint Nexus S 4G-Smartphones. Zum Launch der virtuellen Brieftasche arbeitete Google mit Citibank und Mastercard zusammen. Weitere Kreditkarten sollen aber bereits in Kürze für die Nutzung von Google Wallet einsetzbar werden. Visa, Discover und American Express haben ihre NFC-Spezifikationen bereits für die Google-Entwickler zur zukünftigen Einbindung anderer Zahlungsanbieter geöffnet, so das Google-Firmenblog.

Auch ohne Citibank-Mastercard kann Google Wallet eingesetzt werden, indem die User die in der App enthaltene Google Prepaid-Karte aktivieren und mit Guthaben aufladen. Zum Bezahlen halten die Nutzer ihr Smartphone mit aktivierter App vor das entsprechende Lesegerät im Laden, und die zu zahlende Summe wird drahtlos übertragen.

Zahlungsdienstleister Paypal reagierte Ende Mai 2011 postwendend auf die Produktvorstellung und legte in den USA Klage gegen Google wegen Geheimnisverrats ein, da zwei ehemalige Paypal-Mitarbeiter bei der Entwicklung des mobilen Bezahlsystems von Google dabei gewesen waren. In Deutschland bekunden Finanzinstitute mittlerweile auch Interesse an der Technologie zum drahtlosen Zahlen.

(Quelle: internetworldbusiness)


Google stellt API für Google+ bereit - Netzwerk-Schnittstelle für Entwickler

Google macht einen weiteren Schritt zur Etablierung seiner sozialen Plattform Google+. Das Unternehmen schaltete jetzt eine Schnittstelle für das Netzwerk frei. Zunächst bietet diese aber nur Zugriff auf öffentliche Inhalte.

Entwickler können über die API auf die öffentlichen Profilinformationen und Statusmeldungen der User zugreifen. Dazu müssen die User, ähnlich wie bei Facebook und Twitter, der jeweiligen App den Zugriff auf die Daten erlauben. "Wir wollen alle, die Applikationen entwickeln, in die Lage versetzen, ergiebige Weiterleitungs-, Identitäts- und Kommunikationsfunktionen in ihre Apps einzubauen. Wir machen dazu heute den ersten Schritt und führen die erste Google+-API ein," so Chris Gabot, Google+ Developer Relations im Google+ Platform-Blog. Weitere Schnittstellen seien geplant.

(Quelle: internetworldbusiness)
 

Google Analytics - Datenschutz

Nach fast zweijähriger Verhandlungszeit haben sich Google und der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar darauf verständigt, wie Webseitenbetreiber Googles Webanalyse-Tool Analytics einsetzen können. Nötig wird neben technischen Anpassungen auch ein Vertrag mit Google.

In den vergangenen Monaten hat Google sein Produkt deutlich nachgebessert, um den Datenschutzanforderungen gerecht zu werden. So wurden sowohl eine Anonymisierungsfunktion für die erhobenen IP-Adressen als auch Browser-Add-ons entwickelt, die den Nutzern ein permanentes Opt-Out von der Erfassung durch Google Analytics ermöglichen. Die Anonymisierungsfunktion sorgt dafür, dass das letzte Oktett der IP-Adresse vor jeglicher Speicherung gelöscht wird.

Bisher stellte Google Browser-Add-ons für Internet Explorer, Firefox und Chrome zur Verfügung. Jetzt bietet der Webgigant auch entsprechende Add-ons für Safari und Opera zur Verfügung. Damit kommt der Internetkonzern einer wesentlichen Forderung der Datenschützer nach und stellt das Opt-Out-Tool für alle gängigen Browser bereit. Ausgenommen sind bisher noch Browser für Smartphones. Eine Adaption für die mobilen Internetbrowser, so erklärt Caspar, sei in Zukunft allerdings auch notwendig.

Google Analytics datenschutzkonform einsetzen
Um Google Analytics ab sofort ohne Beanstandung einsetzen zu können, müssen Webseitenbetreiber im Grunde nur wenige Aspekte beachten:

Zunächst muss ein Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung mit Google geschlossen werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Google nach den Weisungen des jeweiligen Webseitenbetreibers handelt. Im Zuge dessen wird genau erklärt, welche Pflichten auf Seiten des Webseitenbetreibers und welche auf Seiten Googles bestehen.

Sodann muss der Webseitenbetreiber auf seiner Webseite in den Datenschutzerklärungen seine Besucher über die Verwendung von Google Analytics aufklären. Darüber hinaus muss er ebenfalls auf die Widerspruchsmöglichkeiten gegen die Erfassung durch Analytics hinweisen. Dabei sollte ein Link auf die Browser-Add-Ons gesetzt werden.

Am Tracking-Code müssen Analytics-Nutzer ebenfalls eine Anpassung vornehmen. So muss die Funktion AnonymizeIP im Code ergänzt werden. Wie das funktioniert erklärt Google auf seiner Info-Seite zum Tracking-Code.

Nutzer, die bereits Google Analytics einsetzen, müssen jedoch sämtliche Altdaten löschen, um datenschutzkonform zu agieren. Dies ist derzeit jedoch nicht über das Analysewerkzeug machbar. Deshalb müsse das alte Google-Analytics-Profil gelöscht und ein neues angelegt werden. In der Folge müssen der Trackingcode, beziehungsweise die Web-Property-ID geändert werden.

Mit diesen Maßnahmen ist Stand heute eine datenschutzrechtlich einwandfreie Nutzung von Google Analytics möglich. Allerdings weist Johannes Caspar darauf hin, dass sich die Anforderungen im Zusammenhang mit der sogenannten Cookie-Richtlinie der EU noch einmal ändern könnten. Weiterer Änderungsbedarf könnte zudem durch die Einführung von IPv6 entstehen.

"Die intensive Zusammenarbeit zwischen den Datenschutz-Aufsichtsbehörden einerseits und Google andererseits haben die erzielten Verbesserungen ermöglicht", erklärt der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Johannes Caspar. Google habe zudem angekündigt, dass diese technischen Änderungen europaweit umgesetzt werden sollen. "Ich möchte jedoch auch daran erinnern, dass die Arbeit nicht abgeschlossen ist. Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass nicht Google, sondern die Webseitenbetreiber, die das Produkt einsetzen, für den datenschutzgerechten Einsatz verantwortlich sind."

(Quelle: internetworldbusiness)
 

Google - Das Panda Update ist in Deutschland angekommen

Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Panda-Update in Deutschland und anderen Ländern aktiviert wird. Am 23.Februar startete das erste Panda-Update in den USA. Vorrangig sollten Content-Farmen von vorderen Plätzen verbannt werden. Ganz allgemein geht es darum, die Qualität vorderer Treffer spürbar zu erhöhen.

In den USA gibt es bereits das Panda-Update Version 2.3. Eventuell mit dem heutigen Datum 2.4. da für die englischen Versionen ein kleines Update mit dem heutigen Tag erfolgte. In etwa zweimonatlichen Abständen, so die bisherige Erfahrung, wird das Panda-Update manuell angeschoben.

Ab heute findet das Panda Update in fast allen Sprachversionen von Google statt. Ausgenommen sind lediglich Chinesisch, Japanisch und Koreanisch.

Nach Schätzungen von Google werden etwa 6 bis 9 % der Suchanfragen vom diesem Panda-Update betroffen sein. Das sind deutlich weniger als die 11,9% für das erste Panda-Update auf Google.com. In meinem Blogbeitrag vom 16.Mai Panda-Update – Schatten auf Deutschland, wagte ich die Prognose, dass weniger als 10% der Suchanfragen betroffen werden sein.

Diese Prognose war nicht schwierig, weil klar war, dass sich Betreiber von Websites Gedanken machen werden, wie sie der Panda Falle entgehen können. Einige Gedanken dazu habe ich im Mai veröffentlicht. Google formulierte im Blogpost: Weitere Tipps zur Erstellung qualitativ hochwertiger Website, welche Kriterien erfüllt werden sollten.

Man beachte die Formulierung Websites. Obwohl alle gängigen Suchmaschinen einzelne Seiten ranken, nicht komplette Domains, liegt die Betonung auf Websites, also komplette Webpräsenzen. Demnach genügt es nicht, vielleicht zehn oder 20% einer Webpräsenz mit hochwertigen Inhalten auszuliefern. Die komplette Webpräsenz soll hochwertige Inhalte liefern. Gewiss zieht es die Webpräsenz nicht gleich komplett aus den TOP-Positionen wenn ein geringer Teil der vorhandenen Seiten nicht ausreichend hochwertige Inhalte liefern. Für einzelne Seiten, die nur wenige Inhalte liefern oder in anderer Weise nicht ausreichend geeignet sind, die Suchanfrage zu beantworten, kann das Panda-Update durchaus einen deutlichen Verlust der Platzierung bedeuten.

Beim Panda Update in Großbritannien waren u.a. Preisvergleichsseiten und Webverzeichnisse betroffen, die auch in Deutschland über eine gute Sichtbarkeit im Google Index verfügen. Darunter befand sich auch ein Verzeichnis (Branchenbuch) dem ich es schon lange wünsche, dass Google ihm (in Form von Panda oder wie auch immer) ins Bein beisst Die Treffer kamen immer in schreienden Großbuchstaben daher. Das ist einfach nervig.

Dieses Verzeichnis (Firmensitz in Rumänien) hat in den vergangenen Monaten reagiert, indem nicht nur das Design verändert wurde. Die Einträge sind immer noch in Großbuchstaben. Mit der Site: Suche werden mehr als 17 Millionen Treffer gelistet.

Ich bin gespannt wie sich die Auswirkungen des Panda-Updates in den kommenden Tagen in Deutschland darstellen werden.

Google Webmaster Zentrale - Neuer Algorithmus für hochqualitative Websites.

(Quelle: @-web Internetservice und Dienstleistungen)

 


Universal Search ist wichtiger als Adwords


Onlineshops beziehen einen Großteil ihre Besucher über die organische Suche bei Google. Rund 63 Prozent erhalten die Shops im Branchendurchschnitt darüber. Der Traffic, der über die Universal Search kommt, ist jedoch inzwischen schon so wichtig wie der von Adwords-Anzeigen.

Im Durchschnitt buchen die großen Onlinehändler Anzeigen für rund 30.000 Keywords. Der Traffic, der darüber generiert wird, liegt jedoch nur bei rund 18 Prozent. Dabei gibt es jedoch auch Unterschiede zwischen den Branchen.
So nutzen B2B-Anbieter in der Regel Adwords-Anzeigen kaum bis gar nicht (0,5 Prozent).
Firmenkunden gelangen deshalb verstärkt über die organische Suche (75 Prozent) auf die Shopseite.

Firmen ziehen ihren Traffic aus der organischen SEO Suche.
Ihre Kunden vertrauen fast ausschließlich auf die organische Suche.
Nur sieben Prozent des Traffics kommt über Adwords, was vor allem an den restriktiven Bestimmungen von Google liegt, und zehn Prozent generieren Ihre Suche über die Universal Search.

Universal Search wichtiger als Adwords
Unter dem Begriff Universal Search wird für die Untersuchung der Traffic zusammengefasst, die über Googles Produkt-, Nachrichten-, Bilder- oder Videosuche sowie über Google Maps zustande kommt. Dabei zeigt sich, dass B2B-Kunden vor allem die Produktsuche bemühen. Auch für Anbieter von Elektronik und für Vollsortimenter lohnt sich die Bereitstellung der entsprechenden Produktdaten. Sie generieren rund 19 Prozent ihres Traffics darüber.

Geografische Nähe ist dagegen vor allem bei Arzneimitteln sowie Möbeln und Teppichen gefragt. Die Onlineshops locken mit entsprechenden Informationen bis zu fünf Prozent ihrer Kunden über die Kartensuche an.

Produktvideos bringen kaum Traffic
Erstaunlich gering ist dagegen der Effekt von Produktvideos. Zwar bieten inzwischen eine Reihe von Shops entsprechende Filme an, ihr Nutzen für die Generierung von Suchmaschinentraffic ist aber gering. Den mit 0,12 Prozent größten Effekt auf den Traffic haben Produktvideos für Komplettanbieter. Auch im Bereich Wohnen und bei Bekleidung können Videos den Traffic steigern. Elektronikanbieter sind dagegen die einzigen, die der Analyse zufolge auch von Ergebnissen in der Nachrichtensuche profitieren.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Sichtbarkeit in den Googles Suchergebnissen von Onlineshops für B2B, Kleidung und mit Vollsortiment am höchsten ist. Die meisten Shops rangieren für 16-23 Prozent ihrer Keywords auf der ersten Trefferseite bei Google. Lediglich die Onlinebuchhändler schneiden hier schlechter ab.

Noch immer werden SEO & SEM Potentiale von Firmen und Online Shops nicht genutzt.
Auch die Möglichkeit, mit der Google-Suche direkte Sales zu erwirtschaften, ist bei vielen Unternehmen noch nicht angekommen.

IndiVisual Webdesign | SEO | SEM | Universal Search Optimierung

 

DAO ::: Die Zukunft von SEO :::
Macht der SEO-Texte mit anderen News kombiniert - wie Digital Asset Optimization - DAO

Die Bedeutung von Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist heutzutage für jedes Unternehmen offensichtlich und gerade in der aktuellen Finanzsituation als eines der effizientesten und somit wichtigsten Marketinginstrumente anzusehen. Dass man dabei vor allem die Bedürfnisse der potenziellen Kunden und damit der Suchenden im Auge behalten muss, ist natürlich auch den Suchmaschinenbetreibern klar.

So ist es nicht verwunderlich, dass Google und Co. zusätzlich zu den bekannten „10 blauen Links“ aus der reinen Websuche immer häufiger die Ergebnisse aus anderen Kanälen hinzuziehen. Diese zusätzliche Verknüpfung verschiedener Medienformate und digitaler Kanäle, die vom traditionellen SEO bislang wenig oder gar nicht bedient werden, nennt man Digital Asset Optimization (DAO). Was die Suchmaschinen dabei genau berücksichtigen und auf was Vermarkter bei ihrer Marketingstrategie in Zukunft besonders beachten müssen wird im folgenden Beitrag näher erläutert.

Ausrichtung an Nutzerbedürfnisse
Der Endnutzer erwartet heutzutage bei seiner Suchanfrage ein sehr viel intensiveres Erlebnis (Ergebnis) als eine Liste von 10 blauen Links. Durch die veränderte Infra- und Preisstruktur der letzten Jahre sind die Nutzer nun in der Lage das Internet öfter, einfacher und ortsunabhängig zu nutzen, sowie bandbreitenintensivere Inhalte im Web zu konsumieren. Das ist auch der Grund, warum z.B. YouTube, Facebook oder Twitter ebenso beliebt sind wie Google selbst. Deswegen ist es für Suchmaschinen ein ganz natürlicher Vorgang, jede mögliche Informationsquelle anzuzapfen und im Ergebnis darzustellen. Dabei geht es vor allem um die Intention, die der Nutzer bei seiner Suchanfrage verfolgt. Die zusätzlichen Ergebnisblöcke werden dann ganz deutlich von den Ergebnissen aus der reinen Textsuche, die dem bisherigen traditionellen SEO entsprechen, unterschieden und prominent darüber platziert.

DAO bedeutet nicht nur die Berücksichtigung verschiedener Datentypen, sondern auch digitaler Medienkanäle. Gemeint sind damit z.B. Google Maps, Branchenbücher, Twitter, Blogs, News oder auch Videos. Je nach Suchbegriff werden dabei niemals alle möglichen, sondern nur die aufgrund des Nutzerverhaltens passenden Kanäle dargestellt. Diese neue und umfangreiche Art der Optimierung bedeutet für die Zukunft einen weiten Bereich von Anwendungen.

Und auch andere Suchmaschinen neben Google können sich dem Trend nicht verwehren und binden immer öfter Rich-Media Elemente, sowie vertikale Suchergebnisse aus anderen Spezialsuchen mit in die Ergebnisseite ein.

SEO ::: Texte werden indiziert
DAO ::: Bilder, Grafiken, Videos und Audiodateien werden nach Optimierung für Google & CO somit auch indiziert!

Google ist die beliebteste Suchmaschine, weil sie die relevantesten Treffer zeigt.
Der User ist glücklich, weil er die passenden Ergebnisse schnell findet.

(Quelle: Abakus Internet Marketing)


So klappt es auch mit den Backlinks:
- Website-Architektur
- Vorschriftsgemäßer Einsatz des Contents
- Interne Verlinkung
- Gezielte Keywordauswahl
- Gezielter Einsatz der Keywords
- Kennen Sie Ihre potenziellen User?
- Content Qualität
- Nutzwert für den User, sprich Usability


Die richtige Wahl der Keywords:
- Brainstorming und Umfragen
- Auswertung der Logfiles
- Analyse der Mitbewerber
- Synonyme finden
- Erste Bereinigung der alten Keywords
- Keyword Datenbanken berücksichtigen
- Eigenschaften der Keywords überprüfen
- Keyword-Effizienz berechnen
- Auswahl der Keywords


Auf die richtige Platzierung der Keywords kommt es an:
-
Title Tag
- Domain (Subdomain und Unterverzeichnis)
- Überschriften (H1-H3)
- Text
- Alt-Tag


3 Gründe für die Keyword-Kombination:
Mit guten Keywords guten Content texten – ohne Keywords lesen
Ein Satz kann eine maximale Menge an Einzelbedeutungen (Semen) aufnehmen.
Die einzelnen Bedeutungen werden durch die Satzglieder beigesteuert.
Diese Menge ergibt sich durch die Beziehungen der Satzteile zueinander (Syntax).
Genauer gesagt durch die Beziehungen, die bestehen könnten, aber noch nicht realisiert sind.
Bsp.: Johnny freut sich auf eine Torte - Wie freut sich Johnny? – „sehr“
Adverbiale der Art und Weise - Wann freut sich Johnny? – „heute“ Adverbiale der Zeit Agens (Handelnde)
Eine Torte von wem ? – „vom Bäcker“ Instrument Eine Torte womit ? – „mit vielen Kirschen“ Semantische Rollen
Adjunkte und Satzergänzungen.


Keywording: Semantisches Lückenmodell:
Stellen, die noch Bedeutung tragen können, können eine Erwähnung des Keywords aufnehmen.
Dabei handelt es sich um semantische Leerstellen.
Beispiel: „Wein“
Beobachten Sie die Lese "des Weines".
Genießen Sie einen guten Tropfen "Wein" mit uns und entdecken Sie, was die Region "an Wein" zu bieten hat.


NEU!
- Universal Search
- Digital Asset Optimization - DAO
- Latent semantische Optimierung - LSO
- Social Media Optimization - SMO- Plötzlich wird Social Media SEO-relevant
- You-Toube Videos
- Bilder benennen
- Google Maps - Adressen von Niederlassungen etc.
- News-Blogs
- Latent semantische Optimierung


Die Herausforderung wird sein:
Die Keywords um die Keywords herum zu finden.
Die tatsächlich genutzten Begriffe im Suchumfeld.
Seiten, die solche Inhalte berücksichtigen werden in Zukunft erfolgreicher sein.
Metager Assoziator & Wortschatz
Semager & Google Sets
Semager
 

Fazit:
- Bilder und Videos optimieren
- Textoptimierung
- Keyworddichte und –platzierung bleibt die Grundlage
- Linktexte mit Keywords
- Bonus ist die LSO

Je mehr Daten Google vorliegen, um so wichtiger wird LSO – das wird vor allem bei häufig
gesuchten und damit umkämpften Keywords der Fall sein. Dort wird die LSO schnell an Bedeutung gewinnen.

Es geht um die Positionierung in der Suchmaschine in allen Ergebnisformen und wie können Sie sich Ihren Kunden auf wirksame Art und Weise besser sichtbar machen?
Welche Dateitypen oder Methoden müssen Sie verwenden, um dies zu ermöglichen?


Haben Sie zu DAO, LSO etc. Fragen?
Dann melden Sie sich bei uns, zusammen finden wir sicher eine gute Lösung für Ihr Unternehmen!

Ihr IndiVisual Team
es@indivisual.at



Interessante Videos zum Thema DAO finden Sie hier:


 

Interessante Videos zum Thema SEO, LSO und SEM finden Sie hier:

 

SEO - NEWS

Anfang November 2010 hat Google auf seinen Suchergebnisseiten (SERPs) ein neues Feature, die so genannte
‚Instant Preview‘ eingeführt. Dabei wird neben der Titelzeile jedes Suchergebnisses eine kleine Lupe eingeblendet, die
dem Nutzer, der darauf klickt, am rechten Rand der Ergebnisseite ein kleines Vorschaubild (Thumbnail) derjenigen
Webseite darstellt, die das Suchergebnis produziert hat. Dadurch gewinnt der User noch auf der Suchmaschinenseite
selbst einen ersten Eindruck der Webseite. Hat sich der User einmal entschieden, die Funktion durch Klick auf die Lupe einzuschalten, reicht anschließend das Mouseover über die Lupe aus, um das dahinter liegende Vorschaubild anzeigen zu lassen.

Ähnlich wie die ‚Fettschrift‘ bei den Texten in der organischen Trefferliste werden bei der Instant Preview inhaltliche Übereinstimmungen aus der gefundenen Seite mit der durchgeführten Suche in kleinen Textboxen (visual snippets) präsentiert.

Die Thumbnails für die Vorschau werden teilweise erst auf Aktion des Users hin (on-demand) erzeugt. Das bedeutet, dass Google in dem Moment, wo der Benutzer auf die Lupe klickt oder mit dem Mauszeiger über die Suchergebnisse hovert, einen Bot auf alle Seiten aus der Ergebnisliste schickt und damit die Vorschaubilder noch in dem Moment anzeigen kann, während der User sich auf der SERP aufhält (on-the-fly). Ein gewisser anderer Anteil der Thumbnails wird aus den Daten generiert, die der übliche Googlebot während seiner Crawl-Routine gesammelt hat. Es ist nicht bekannt, wie oft oder auf welcher Basis Google gedenkt die Vorschaubilder zu aktualisieren.

Durch die Vorschaubilder sollen die User eine Entscheidungshilfe erhalten um damit schneller zum gesuchten Ergebnis/Treffer zu gelangen. Allerdings könnte man es natürlich auch so interpretieren, dass Google damit die User auch länger auf der SERP halten möchte, um damit die Wahrscheinlichkeit eines Klicks auf die bezahlten Anzeigen zu erhöhen.
Ob das gelingt bleibt fraglich. Eyetracking-Studien (http://www.simpleusability.com/our-news/2010/11/google-instant-previews-eye-tracking/) haben bereits erwiesen, dass der normale Nutzer die Lupe, mit der die Funktion ausgelöst wird, gar nicht wahrnimmt oder ohne Anleitung nichts damit anzufangen weiß. Es ist also zu erwarten, dass nur relativ wenige User Instant Preview benutzen werden.


Fehler und Probleme mit der Instant Preview

Die neue Funktion scheint ohne ausreichende Vorbereitung eingeführt worden zu sein. Bis heute treten im Zusammenhang damit immer wieder kleinere und größere Fehler und Probleme auf. So kann Instant Preview unter anderem keine Anwendungen oder Seiten darstellen, die auf Flash basieren. Das ist besonders ärgerlich für Betreiber mit Flash-Seiten, die bekanntlich sehr viel Wert auf die Optik ihrer Seiten legen. In den ersten Tagen nach dem Roll-out wurden Flashseiten sogar noch als schwarze Flächen auf dem Vorschaubild gezeigt, inzwischen wird versucht stattdessen Platzhalter in Form eines Puzzle-Teils einzublenden, was aber nicht immer zu gelingen scheint.

Auch manche Redirects bewirken, dass eine Vorschau nicht verfügbar ist, was dann als Nachricht auf dem Vorschaufeld gezeigt wird. Für PDF-Dateien allerdings werden Instant Previews ohne Weiteres erzeugt.

Neben der Unfähigkeit Flash, Silverlight und Java-Applets zu zeigen, kommen auch diverse andere Darstellungsfehler wegen Fehlinterpretation mancher CSS-Anweisungen zustande.

Eher witzig mutet es dagegen an, dass mit Hilfe von Instant Preview bestimmte Formen des Cloakings erkannt werden können. Als Beispiel einer offenbar gehackten Seite eines großen Reiseveranstalters fiel uns bei der Recherche zufällig die Website in Abb. 5 in die Hände. Nur User-Agents mit dem String „Google“, im Namen, d.h. unter anderem natürlich auch genau der Preview-Crawler, bekommen hier eine Unzahl von Spam-Links auf der Seite zu sehen, die dann auch auf dem gezeigten Vorschaubild auftauchen.

Der Crawler, der bei der ad-hoc-Erzeugung der Thumbnails verwendet wird, kommt unter einer offiziellen Google-IP und kurioserweise als Safari-Browser einher („Mozilla/5.0 (en-us) AppleWebKit / 525.13 (KHTML, like Gecko; Google Web Preview) Version / 3.1 Safari / 525.13“), was bewirkt, dass sogar Google Analytics ihn für einen echten Besucher hält und mitzählt. Das war ganz offensichtlich nicht vorbedacht, und Google ist nun nachträglich gezwungen, diesen User-Agent aus dem Analytics Tracking wieder herauszufiltern. Es erschließt sich nicht gleich, warum der Robot nicht einfach umbenannt werden kann, wahrscheinlich aber ist das eine Lizenzfrage gegenüber Apple, da der Bot auf der Rendering Engine von
Safari aufzusetzen scheint.

Interessant wird es sein, wie Google mit dem Update der gecacheten Vorschaubilder umgehen wird. Es gibt jetzt schon Fälle, in denen das Preview nicht mehr mit dem Aussehen einer frisch aktualisierten Seite übereinstimmt. Dieses Verhalten wird Google abstellen müssen, da es sicherlich zur Verwirrung der User und Verärgerung der Site-Betreiber führen.

Auch an Erläuterungen in Form von FAQ zum neuen Feature wurde vorab kaum gedacht. Diese wurden erst im Nachgang von Johannes „JohnMu“ Müller (Webmaster Trends Analyst, Google Zürich) unter Mitwirkung der (dem neuen Feature ziemlich kritisch gegenüberstehenden) offiziellen Top Contributors aus dem Google Webmaster Help Forum erstellt: https://sites.google.com/site/webmasterhelpforum/en/faq-instant-previews

Weil zahlreiche Beschwerden von Webmastern und Seiten-Betreibern wegen Darstellungsfehlern oder Copyright-Bedenken in Google-Foren und Blogkommentaren auf Webmaster Central eingegangen sind, scheint Google jetzt zu erwägen, eine nopreview-Anweisung für den Robots-Metatag vorzusehen, mit dem Seiten markiert werden könnenund für die eine Vorschau unerwünscht ist. Bisher kann Preview nur durch die nosnippet-Anweisung verhindert werden, die bekanntlich dann aber leider auch die übliche Textanzeige auf den SERPs ausschließt.

Ausblick

Sicherlich wird die Instant Preview einen Einfluss auf die Click-through-Rate haben. Visuell anspruchsvolle Seiten sollten davon profitieren können, der User wird vermutlich intuitiv auf diejenige Vorschau klicken wollen, die seinen Geschmack am besten trifft. Dadurch könnte das bisher für die Suchmaschinenoptimierung (im Gegensatz zum technischen Aufbau einer Seite) eher wenig relevante Screen-Design plötzlich eine größere Rolle spielen. Optisch unansehnliche Seiten werden unter dieser neuen Google-Funktion zu leiden haben, denn der Nutzer wird hier weniger Lust haben durchzuklicken. Auch die Größe der anklickbaren Fläche könnte die Click-through-Rate beeinflussen. Eine Auswirkung auf SEM durch Adwords ist ebenfalls gegeben, denn die Vorschaubilder überdecken am rechten Seitenrand der SERPs eventuell dort geschaltete Anzeigen.

Allerdings ist schwer abzuschätzen, wie weit dieser Einfluss tatsächlich gehen wird, denn das hängt vor allem davon ab, wie viele Nutzer Instant Preview wirklich aktivieren. Leider ist es von außen bisher nicht möglich festzustellen, ob und wie viele Nutzer das Feature verwenden und auf das Vorschaubild klicken, da Google dafür keinen Parameter liefert. Interessanterweise kann man beobachten, dass eine langsame Datenverbindung dazu führt, dass Google das Feature nicht ausliefert. Das Gleiche gilt verständlicherweise für Smartphones, deren Bildschirm viel zu klein wäre, als dass Thumbnails darauf noch vernünftig zu erkennen wären. Auf dem iPad dagegen werden Previews angezeigt.

Obwohl man bereits weiß, dass viele erfahrene User Instant Preview eher für ein Gimmick denn als eine nützliche Hilfe bei der Suche halten werden, sollte ab jetzt bei der Suchmaschinenoptimierung immer auch an Instant Preview gedacht werden. Eine erste Idee wäre es etwa, Hauptüberschriften oder Firmen-Logos und dergleichen auf Webseiten so groß zu gestalten, dass sie bereits auf dem Vorschaubild zu lesen bzw. gut zu erkennen sind, damit die erste brauchbare Information über die Seite auch wirklich in die Vorschau transportiert wird und zum Klicken animiert.

(Quelle: Abakus Internet Marketing)
 

 

 
 
     
 
     
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last update: 12.01.2012