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Der Domain-Newsletter | Ausgabe #419
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In Zusammenarbeit mit sedo.de | http://www.sedo.de | =======================================================

Willkommen bei der 419. Ausgabe des Domain-Newsletters!

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INHALT Ausgabe #419
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01)...News: ICA-EU - Neue Lobbyorganisation für Domainer
02)...News: Anonyme Domains - Fluchtweg für Spammer?
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03)...Registrierung: TLDs - Neues von .tel, .xxx und .sport
04)...Recht: Urteil - DENIC muss vw.de an Volkswagen vergeben
05)...Handel: Bunter Reigen - rainbow.com für US$ 170.000,-
06)...Handel: Branchengeflüster - Insidertipps für Domainer
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07)...Event: Juli 2008 - 4. iCommons iSummit in Sapporo
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08)...Impressum/Mediadaten
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DOMAIN-NEWS
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01) ICA-EU - Neue Lobbyorganisation für Domainer
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Die in Washington ansässige Internet Commerce Association (ICA) hat angekündigt, ab Herbst 2008 eine eigene Repräsentanz in Lu- xemburg zu eröffnen. Erklärtes Ziel ist es, aktive Lobbyarbeit für europäische Domain-Inhaber zu leisten.

Im September 2006 im Zuge der Einigung im Streit zwischen der Internet-Verwaltung ICANN und der US-Registry VeriSign um die Verwaltung von .com gegründet, hat sich die ICA als gemeinnüt- zige Organisation den Interessen von Domains, Domain-Investo- ren und Domain-Inhabern verschrieben; hierzu zählen unter an- derem der Schutz von geistigem Eigentum, das Bemühen um Wett- bewerb bei domainbezogenen Entgelten wie den Registrierungsge- bühren, die Mitwirkung bei der Internetverwaltung sowie die Be- kämpfung von "Reverse Domain Name Hijacking" und Klickbetrug.
Die Liste der aktuellen ICA-Vorstände liest sich wie das "Who is who" der Domain-Branche: Joshua Armstrong, Vizepräsident bei Oversee.net, Ron Jackson, Herausgeber des DNJournal.com, Rick Schwartz, Gründer der T.R.A.F.F.I.C.-Konferenzen und ungekrön- ter Domain-King, und Jeremiah Johnston, COO bei Sedo; zum wei- teren Personal zählen ferner Michael Collins, Mitgründer von Afternic.com und Philip S. Corwin aus der US-Kanzlei Butera & Andrews.

Anlässlich des Domainer-Meetings in Paris stellte die ICA nun erstmals in Zusammenarbeit mit dem Registrar EuroDNS öffentlich Pläne zur Schaffung einer eigenen EU-Repräsentanz vor, die als ICA-EU auftreten soll. In seiner Eröffnungsrede wies US-Jurist Phil Corwin auf die stetige Aufwärtsentwicklung der Domain Name Industry in Europa hin; sie müsse nun für ihre Rechte kämpfen, da ihr andernfalls die Markenrechtslobby das Leben schwer ma- chen werde. Auch bei der Online-Werbung brauche man weiterhin Wettbewerb. Laut ICA-Mitglied Sedo soll der Sitz in Luxemburg durch die Nähe sowohl zum Europäischen Gerichtshof als auch dem Europäischen Parlament in Brüssel die tägliche Lobbyarbeit er- heblich erleichtern. Dabei will man die internationale Perspek- tive nicht aus den Augen verlieren; so prognostiziert Corwin, dass die Internet-Regierung ICANN Domain-Tasting stoppen und schon bald aus der US-Aufsicht entlassen werde.

Die Arbeit wird der europäische ICA-Ableger voraussichtlich im Frühherbst diesen Jahres aufnehmen; eine multilinguale Website wird derzeit eingerichtet, ist aber noch nicht verfügbar.

Weitere Informationen finden Sie unter:
> http://www.internetcommerce.org

Quelle: sedo.de, domainnews.com, eigene Recherche



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02) Anonyme Domains - Fluchtweg für Spammer?
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Die Versender unerwünschter Werbe-eMails (Spammer) nutzen für ihr illegales Treiben verstärkt Premium-Angebote zur anonymen Domain-Registrierung. Dies berichtet die Washington Post unter Berufung auf Recherchen des Anti-Spam-Projekts Knujon.

Dass Spammer unter falschem Namen agieren oder fremde Identi- täten klauen, ist bekannt. Doch um ihre Herkunft zu verschlei- ern, hat man in Spammerkreisen nun wohl auch die Anonymisie- rungsdienste entdeckt. Meist gegen ein zusätzliches Entgelt, bieten sie die Möglichkeit an, anstelle der Klardaten des Do- main-Inhabers in der WHOIS-Datenbank sich selbst oder einen beauftragten Dritten einzutragen. Will man sich dann wegen ei- ner Rechtsverletzung an den Domain-Inhaber wenden, muss erst über eine Anfrage an den Anbieter dessen Identität ausfindig gemacht werden. Oft bieten diese Unternehmen hierzu allein ei- ne Kontaktaufnahme per eMail an, um die Inhaberauskunft zu erhalten; einige Anbieter unterbinden Kontaktmöglichkeiten gänzlich.

Das Anti-Spam-Projekt Knujon (rückwärts geschrieben für "no
junk") hat nun sämtliche Domains untersucht, die im vergange- nen Jahr in Spammails beworben worden waren. Nach Angaben von Garth Bruen, Mitgründer von Knujon, war die weit überwiegende Mehrzahl der untersuchten Domains - mehr als 15.000 - durch einen einzigen Anonymisierungsdienst registriert worden: der über einen US-Server erreichbare Anbieter PrivacyProtect.org.
Besonders beliebt ist dieser Dienst offenbar für Spammer aus dem Bereich Pharmazie, also alles von Viagra bis Valium und weiteren verschreibungspflichtigen Medikamenten. Weitere Un- tersuchungen ergaben, dass sich etwa 75 % dieser Domains auf lediglich zehn Registrare verteilen; allein 7.142 Domains ent- fallen auf den in Broomfield (US-Bundesstaat Colorado) ansäs- sigen Registrar Dynamic Dolphin. Dieser gehört zu CPA Empire, das wiederum zu Media Breakaway LLC gehört; CEO dieses Unter- nehmens ist der bekannte Spammer Scott Richter. Von der Wa- shington Post mit diesen Fakten konfrontiert, ließ die Inter- net-Verwaltung ICANN bisher eine Reaktion vermissen. Für John Levine, Ex-Mitglied des ICANN At-Large Advisory Committee, liegt nahe, dass ein solches Verhalten gegen ICANN-Regelungen verstößt, wonach die Inhaberdaten zu veröffentlichen sind.
Verstöße blieben bisher offenbar aber ohne Folgen.

Knujon hatte erst kürzlich für Schlagzeilen gesorgt, als man die chinesischen Registrare Xinnet Bei Gon Da Software, Bei- jingnn und Todaynic als die drei weltweit größten Spammer öf- fentlich gebrandmarkt und ICANN zum Entzug der Akkreditierung aufgefordert hatte.

Weitere Informationen zu Knujon finden Sie unter:
> http://www.knujon.com

Quelle: washingtonpost.com



DOMAIN-REGISTRIERUNG
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03) TLDs - Neues von .tel, .xxx und .sport
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Viel Neues aus der Welt der generischen Top Level Domains gibt es zu berichten: die neue Telefon-Domain .tel beginnt noch in diesem Jahr mit der Registrierung, während .xxx seinen Kampf um eine Einführung nicht aufgeben will. Mit .sport tritt dage- gen ein Neuling den Marsch durch ICANNs Institutionen an.

Telnic Ltd., Verwalter der neuen Telefon-Domain .tel, hat den Starttermin seiner neuen Top Level Domain offiziell bestätigt:
ab Mittwoch, dem 3. Dezember 2008 um 15.00 Uhr GMT (Greenwich Mean Time) nimmt Telnic die ersten Anträge für die Sunrise Pe- riod entgegen. Zwei Monate später, am 2. Februar 2009, endet die Sunrise-Phase, um nahtlos in die am 3. Februar 2009 begin- nende Landrush-Phase überzuleiten, die ihrerseits am 23. März
2009 endet. Die allgemeine Registrierung startet dann am 24.
März 2009. Zur Teilnahme an der Sunrise Period berechtigt ist jeder Inhaber oder Lizenznehmer einer nationalen Marke, die vor dem 30. Mai 2008 angemeldet und zudem vor dem 3. Dezember
2009 eingetragen sein muss. Die Vergabe innerhalb der Sunrise Period erfolgt nach dem "first come, first served"-Prinzip, das Beratungsunternehmen Deloitte übernimmt die Validierung.
An der Landrush-Phase kann jedermann teilnehmen. Weitere um- fangreiche Informationen hält Telnic auf seiner völlig überar- beiteten Internetseite mit Beispielvideos für die Einsatzmög- lichkeiten von .tel, Informationen, Richtlinien und Prozedu- ren unter telnic.org bereit.

ICM Registry, Bewerber um die Porno-Domain .xxx, lässt nicht
locker: in einem offenen Brief gab CEO Stuart Lawley bekannt, dass man eine Petition gegen ICANN eingereicht habe. Ziel ist es, die Entscheidungen ICANNs von unabhängiger dritter Seite überprüfen zu lassen. Hintergrund ist ein Beschluss aus dem März 2007, mit dem der ICANN-Vorstand nach dreijähriger Über- prüfung und langem Hin- und Her die Zustimmung zur Einführung von .xxx verweigert hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ICM Regi- stry bereits über US$ 4 Mio. in die Bewerbung gesteckt, und zwischenzeitlich auch signalisiert bekommen, dass man einer Einführung positiv gegenüberstehe. Erst politischer Druck aus dem US-Wirtschaftsministerium soll einen Rotlicht-Bezirk im Internet verhindert haben. Entsprechend den Statuten der In- ternet-Verwaltung hat ICM Registry nun ein Panel mit drei Mitgliedern ausgewählt, das unter Aufsicht des "International Centre for Dispute Resolution" den Vorstandsbeschluss auf die Einhaltung der ICANN-Regularien überprüft. Wie ein Untersu- chungsausschuss soll das Panel in Washington D.C. Anhörungen veranstalten, Unterlagen einsehen und Zeugen vernehmen kön- nen. Ob und wann es seine Arbeit aufnimmt, ist öffentlich noch nicht bekannt.

Der Luxemburger Patrick Vande Walle, seit 1993 Mitarbeiter der EU-Kommission, hat seine Pläne zur Einführung einer neuen Top Level Domain .sport bekanntgegeben. Seine Bewerbung über das Konsortium DotSport will Vande Walle bereits nächstes Jahr bei ICANN abgeben. Wie der Name schon andeutet, soll .sport die Sport-Community im Internet ansprechen und sowohl Unternehmen als auch Einzelpersonen und Organisationen im weitesten Sinne offen stehen. Dabei profitiert .sport von dem Umstand, dass dieses Wort in 26 Sprachen weltweit, darunter englisch, fran- zösisch und deutsch, identisch verwandt wird und so über mehr als 1,4 Milliarden Nutzer erreicht. Unter der Nummer 005906953 hat sich Vande Walle seine EU-Marke schon gesichert; weitere Details will er anlässlich des ICANN-Meetings in Paris veröf- fentlichen.

Weitere Informationen zu .tel finden Sie unter:
> http://www.telnic.org

Weitere Informationen zur Petition von .xxx finden Sie unter:
> http://www.icmregistry.com/press.html

Weitere Informationen zu .sport finden Sie unter:
> http://www.dotsport.info

Quelle: prnewswire.co.uk, icmregistry.com, circleid.com



DOMAIN-RECHT
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04) Urteil - DENIC muss vw.de an Volkswagen vergeben
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DENIC eG, die deutsche Domain-Verwaltung, unterlag in einem Rechtsstreit vor dem Kartellsenat des Oberlandesgericht Frank- furt/Main (Urteil vom 29.04.2008, Az.: 11 U 32/04 (Kart)), und muss danach der Volkswagen AG die Zwei-Zeichen-Domain vw.de zur Verfügung stellen, solange es keine Top Level Domain .vw gibt. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.

Die Volkswagen AG klagte gegen die DENIC eG, weil sie der Mei- nung ist, sie erleide gegenüber Konkurrenten wie der BMW AG, die von ihren Kunden unter der Domain bmw.de erreicht werden kann, Wettbewerbsnachteile; DENIC sollte der Volkswagen AG die Domain vw.de zur Verfügung stellen. DENIC hält dagegen an ih- ren Domain-Richtlinien fest und beruft sich auf die RFC 1535 (Request for Comments), in der ein Fehler in der Software der Domain Name Server beschrieben wird, demnach es problematisch ist, wenn Zeichen, die einer Domain-Endung entsprechen, als Second Level Domain registriert werden, wie etwa bei com.edu, eu.de und ähnlichen. Vor dem Landgericht in Frankfurt war die Volkswagen AG nicht erfolgreich (Urteil vom 07.04.2004, Az.:
2/6 O 450/03). Die Volkswagen AG ging daraufhin in Berufung zum Oberlandesgericht Frankfurt.

Nun liegt die Entscheidung des OLG Frankfurt (Urteil vom 29.04.
2008, Az.: 11 U 32/04 (Kart)) vor, in der der Berufung statt- gegeben wird; die Volkswagen AG hat demnach einen Anspruch auf den Domain-Namen vw.de, solange nicht eine Top Level Domain ".vw" eingeführt wird. Nach Ansicht des Oberlandesgerichts er- leidet die Volkswagen AG einen Wettbewerbsnachteil gegenüber der Konkurrenz, wenn ihr diese Domain nicht zur Verfügung ge- stellt wird (§§ 20 Abs. 1, 33 Abs. 1 und 3 GWB). Aufgabe der DENIC sei es, den üblicherweise zugänglichen Geschäftsverkehr via der von ihr verwalteten Domain-Endung .de allen zu öffnen.
Dabei komme es nicht auf die Länge des Domain-Namens an, son- dern darauf, dass die Zuteilung von Domains überhaupt erfolge.
Indem sie der Volkswagen AG die Domain vw.de verweigere, liege, wie bereits das Landgericht in der Vorinstanz festgestellt hat- te, eine Ungleichbehandlung im Verhältnis zu solchen Automobil- unternehmen, deren Marke als Second Level Domain unter .de ein- getragen wurde. Anders als das LG Frankfurt kam das OLG Frank- furt bei der Abwägung der Interessen beider Parteien jedoch zu dem Ergebnis, das eine Ungleichbehandlung sachlich nicht ge- rechtfertigt ist.

Der Nachteil, den die Klägerin dadurch erleidet, dass sie unter dieser Domain derzeit nicht aufzufinden ist, sei zwar nicht konkret zu ermessen; doch sei davon auszugehen, dass zumindest ein gewisser Anteil der Internet-Nutzer die Suche nach der Web- seite der Volkswagen AG aufgeben, wenn sie nicht unter der zuerst angewählten Domain vw.de erreichbar ist. Dagegen hätten die Interessen von DENIC zurückzustehen: DENIC sieht die Gefahr, die von einer potentiellen Störung des Internetverkehrs ausge- hen kann, sollte .vw als Domain-Endung eingeführt werden. Den Entscheidungsgründen ist zu entnehmen, dass grundsätzlich alle Prozessbeteiligten vom Bestehen dieser Gefahr ausgehen; ein Sachverständiger hat dies ausführlich begutachtet und vorgetra- gen; doch sind sich ebenfalls alle Parteien einig, dass eine konkrete Gefahr von der Domain vw.de nicht ausgehen werde, so- lange eine entsprechende Top Level Domain nicht eingeführt ist.
Und die Befürchtungen von DENIC, in Folge des Urteils würden nicht nur Wettbewerber der Volkswagen AG, sondern Unternehmen aller Branchen und Privatpersonen sie hinsichtlich zweistelli- ger .de-Domains in Anspruch nehmen, reichte für das OLG Frank- furt nicht aus, um eine sachliche Ungleichbehandlung der Volks- wagen AG gegenüber anderen Unternehmen und insbesondere Kraft- fahrzeugherstellern zu rechtfertigen. Der DENIC billigte das Gericht zu, nur solche Second Level Domains vergeben zu müssen, die eine Störung vollkommen ausschließen.

Das OLG Frankfurt ließ die Revision gegen diese Entscheidung nicht zu. Die DENIC legte deshalb gegen die Nichtzulassung der Revision Nichtzulassungsbeschwerde zum Bundesgerichtshof ein.
Die Entscheidung aus Frankfurt ist demnach noch nicht rechts- kräftig.

Die VW-Domain wäre, sollte das Urteil rechtskräftig werden, nicht die einzige zweistellige Domain unter .de: es existieren noch Altbestände wie db.de, ix.de und hq.de (bb.de ist seit ei- niger Zeit nicht mehr registriert), die alle vor Inkrafttreten der DENIC-Richtlinien im Jahr 1997 registriert worden sind und daher - wie es von DENIC-Seiten heisst - Bestandsschutz genies- sen. Das Urteil dürfte einige Unternehmungen auf die Idee brin- gen, nun ihrerseits zweistellige Domains von DENIC einzufordern.
Die Hürden dafür sind aber, das macht das nicht rechtskräftige Urteil des OLG Frankfurt/Main deutlich, durchaus hoch angesetzt.

Die Entscheidung aus Frankfurt/Main findet man unter:
> http://snipurl.com/2l0p7

Quelle: hessen.de, denic.de, eigene Recherche



DOMAIN-HANDEL
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05) Bunter Reigen - rainbow.com für US$ 170.000,-
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In der vergangenen Domain-Handelswoche positionierten sich nun endlich die Auktionsergebnisse der letzten T.R.A.F.F.I.C. East mit diesmal rainbow.com für US$ 170.000,- (ca. EUR 109.620,-) an der Spitze, und zahlreichen weiteren hochpreisigen Geschäf- ten, die nun abwickelt sind. Darüber hinaus glänzte die öster- reichische Endung mit pokern.at für EUR 36.000,-.

Deutlich abgeschlagen hinter der relativ hochpreisigen Domain pokern.at (EUR 36.000,-), bietet die deutsche Endung mit top model.de für EUR 17.600,- ebenfalls eine anerkennenswert teue- re Domain. Das war jedoch schon so gut wie alles, apfelsaft.de zum Preis von EUR 2.250,- und die Umlaut-Domain fussbälle.de zu EUR 1.552,- wirken da verdächtig normalbepreist. Die briti- sche Endung weist wieder zahlreiche Deals auf, die im Preis aber auch verhalten sind:

tfg.co.uk                  US$  5.000,- (ca. EUR  3.224,-) healthshoppe.co.uk         US$  4.300,- (ca. EUR  2.773,-) logisticsjobs.co.uk        GBP  1.599,- (ca. EUR  2.026,-) umts.co.uk                 EUR  1.950,- sw19wimbledon.co.uk        GBP  1.000,- (ca. EUR  1.267,-)

logiciels.fr               EUR  5.650,-
cinema.us                  US$  4.000,- (ca. EUR  2.579,-) boxofficemojo.fr           EUR  2.100,- appraisal.us               US$  3.205,- (ca. EUR  2.067,-) spyware.us                 US$  3.030,- (ca. EUR  1.954,-) assistanceinformatique.fr  EUR  1.510,- barclay.in                 US$  1.899,- (ca. EUR  1.225,-) positiv.at                 EUR  1.000,- citytrip.es                EUR 1.000,-

Wie .com lebt das Ergebnis bei den anderen generischen Endun- gen von der T.R.A.F.F.I.C. East vor einigen Wochen. Ganz vorn steht sexe.org, die bei US$ 151.400,- (ca. EUR 97.627,-) den Zuschlag erhalten hatte. Ihr folgte asia.net für US$ 50.000,- (ca. EUR 32.241,-). Von den übrigen generischen Endungen wie .mobi, .info und anderen gibt es nichts zu berichten.

daycare.org                US$ 16.500,- (ca. EUR 10.640,-) dorset.net                 GBP  6.500,- (ca. EUR  8.235,-) language.org               US$ 12.000,- (ca. EUR  7.738,-) courses.org                US$ 12.000,- (ca. EUR  7.738,-) virgins.net                US$ 10.000,- (ca. EUR  6.448,-) shanghaicity.net           US$ 10.000,- (ca. EUR  6.448,-) birthdaycards.net          US$  9.420,- (ca. EUR  6.074,-) cost.org                   US$  8.900,- (ca. EUR  5.739,-) refinancing.net            US$  8.000,- (ca. EUR  5.159,-) refrigerators.org          US$  6.800,- (ca. EUR  4.385,-) manhattanrealestate.net    US$  6.088,- (ca. EUR  3.926,-) pronostic.net              EUR  3.000,- preparation.net            US$  4.500,- (ca. EUR  2.902,-) blackcoffee.net            US$  4.000,- (ca. EUR  2.579,-) badcreditloans.org         US$  4.000,- (ca. EUR  2.579,-) surfboard.org              US$  3.601,- (ca. EUR  2.322,-) boatmotors.net             US$  3.488,- (ca. EUR  2.249,-) blogworld.net              US$  3.088,- (ca. EUR  1.991,-)

Zahlreiche der sehr guten Preise unter .com beruhen auf der letzten T.R.A.F.F.I.C. East-Auktion und geben ein gutes Bild ab; aber man muss sich immer auch vergegenwärtigen, dass .com auf Großauktionen nicht angewiesen ist, um herausragende Preise zu generieren. So beruhen die runden Mittelfeldpreise von cognac .com, die US$ 88.000,- (ca. EUR 56.745,-) erzielte, alpari.com, die US$ 65.000,- (ca. EUR 41.914,-) kostete, und katie.com (EUR
40.000,-) gerade nicht auf Großauktionsveranstaltungen. Im Ge- gensatz dazu steht der Verkauf von rainbow.com zu US$ 170.000,- (ca. EUR 109.620,-), die anlässlich der T.R.A.F.F.I.C. East ei- nen neuen Inhaber fand, wie auch viele der folgenden Domains:

susan.com                  US$ 50.000,- (ca. EUR 32.241,-) postalcodes.com            US$ 42.500,- (ca. EUR 27.405,-) maybe.com                  US$ 40.000,- (ca. EUR 25.793,-) footballscores.com         US$ 37.500,- (ca. EUR 24.181,-) specialoffer.com           US$ 35.000,- (ca. EUR 22.569,-) sagittarius.com            US$ 33.500,- (ca. EUR 21.602,-) floortiles.com             US$ 30.000,- (ca. EUR 19.345,-) hugetube.com               US$ 25.350,- (ca. EUR 16.346,-) tennisoutlet.com           US$ 25.000,- (ca. EUR 16.121,-) boxingnews.com             US$ 25.000,- (ca. EUR 16.121,-) xnxxx.com                  US$ 20.150,- (ca. EUR 12.993,-) sienna.com                 US$ 18.500,- (ca. EUR 11.929,-) centerfield.com            US$ 18.400,- (ca. EUR 11.865,-) tvschedule.com             US$ 17.000,- (ca. EUR 10.962,-) brillen.com                EUR 10.600,- totalcare.com              US$ 16.101,- (ca. EUR 10.382,-) resultats.com              US$ 15.000,- (ca. EUR  9.672,-) crumbs.com                 US$ 15.000,- (ca. EUR  9.672,-) aced.com                   US$ 12.500,- (ca. EUR  8.060,-) customgraphics.com         US$ 12.100,- (ca. EUR  7.802,-) wwb.com                    US$ 12.000,- (ca. EUR  7.738,-) supporting.com             US$ 12.000,- (ca. EUR  7.738,-) dotmailer.com              GBP  6.000,- (ca. EUR  7.602,-) mufflershop.com            US$ 11.000,- (ca. EUR  7.093,-) muslimcupid.com            US$ 10.888,- (ca. EUR  7.021,-) refrigerated.com           US$ 10.360,- (ca. EUR  6.680,-) orchardgroup.com           US$ 10.200,- (ca. EUR  6.577,-) floridacondos.com          US$ 10.000,- (ca. EUR  6.448,-) exhibitors.com             US$ 10.000,- (ca. EUR  6.448,-) celluliteremoval.com       US$ 10.000,- (ca. EUR  6.448,-)

Weitere Domain-Preise finden Sie unter:
> http://www.domain-spiegel.de

Quelle: dnjournal.com, sedo.de



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06) Branchengeflüster - Insidertipps für Domainer
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Brian Provost von der Scoreboard Media Group ist seit neun Mo- naten Teilzeit-Domainer und hat mittlerweile einiges über das Domaining gelernt. Richard Quilley hatte nur einen Bruchteil der Zeit als Domainer verbracht, als er seine gesammelten Erfahrun- gen bereits nach sechs Wochen mitteilte. Wir geben, inspiriert von ihren und anderen Erfahrungen, einige Tpps.

Es ist noch nicht zu spät. Als Domainer kann man immer noch ein- steigen und mit Domains Geld verdienen, egal, ob im Handel oder mit Traffic. Nach wie vor sind .com-Domains am beliebtesten und bringen wirklich Geld. Egal, ob entwickelt oder unentwickelt, die Investition in einen brauchbaren .com-Domain-Namen rechnet sich praktisch immer. Beim Verkauf von .org- und .net-Domains erzielt man dagegen nur einen Bruchteil dessen, was man mit ent- sprechenden .com-Domains erreichen kann. Mit anderen Endungen sieht es in der Regel noch schlechter aus. Doch auch kurze .net- Domains lassen sich durchaus besser als lange .com-Domains ver- markten.

Die Organisation des eigenen Domain-Portfolios ist die Essenz des Domainerseins. Um den Überblick über den eigenen Domain-Be- stand zu halten, gibt es durchaus auch Freeware wie Domain Name Analyzer (Windows und Mac). Die automatisierte Datenabfrage der Software versagt allerdings zumindest bei Endungen wie .de und .eu, bei denen seitens der Domain-Verwaltungen die Abfrage mit kleinen Hürden limitiert wird.

Nicht alle Domains sind schon vergeben, man findet sie nach wie vor. Brian Provost rät zu Domains aus drei generischen Begriffen.
Und wenn einem mal nichts einfällt, schaut man sich neueste Ar- tikel in Wikipedia an und findet so neue Themen und Begriffe.
Auch mit Suchmarketing-Werkzeugen von Yahoo! (vormals Overture) und Google Keywords findet man neue Ideen und Begriffe, wenn man diese auf neue Technologien und mit diesen assoziierte Begriffe anwendet.

Die Werthaltigkeit eines Begriffes kann man anhand von Google- Werbung feststellen. Wirft das Ergebnis der Suche nach dem Be- griff auch Werbung aus und hält sich diese auch bis auf die drit- te und vierte Ergebnisseite, spricht vieles dafür, dass der Be- griff als Bestandteil einer Domain geeignet ist.

Was man mit den Domains anfängt, ist sicher eine Geschmacksfrage
- und eine, die sich über die eigenen Fähigkeiten und Möglich- keiten definiert. Ob man einen Domain-Namen entwickelt oder ihn schlichtweg parkt, beides hat Vor- und Nachteile. Je nach Größe des eigenen Portfolios wird man sicher auch als ambitionierter Entwickler nicht alle Domains in Form bringen können. Parken ist dann unausweichlich.

Bei wem man die eigenen Domains parkt, ist ebenfalls Geschmacks- sache. Manchmal bietet sich ein jüngerer und kleinerer Anbieter an, bei dem man dann allerdings nie sicher sein kann, wie lange er überlebt und ob in einer Krise auch alle Revenuen ausgezahlt werden. Beispiele dafür sind Anbieter wie ParkedNames und Par- kingDots, die unvermittelt ihre Angebote einstellten.

Nach wie vor finden sich auch gute Gelegenheiten, gelöschte Do- mains zu vernünftigen Preisen bei Snapnames und Pool zu erstei- gern. Dabei sollte man keinen Gedanken daran verschwenden, dass man einige hundert Dollar für eine gelöschte Domain ausgibt, die man üblicherweise für kleinstes Geld registrieren könnte. Der eigentliche Gewinn liegt nicht im Verkauf einer EUR 10,- Domain zum Preis von EUR 500,-, sondern im Ankauf einer Domain für EUR
500,- und ihrem Verkauf für EUR 5.000,-. Was sich alles jedoch so einfach anhört, verlangt vom Domainer einiges an Geschick, viel Arbeit und es kostet eine Menge Zeit.

Den Domain Name Analyzer findet man unter:
> http://www.domainpunch.com/products/dna/

Quelle: scoreboard-media.com, frankschilling.typepad.com,
       domainnamewire.com



EVENT
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07) Juli 2008 - 4. iCommons iSummit in Sapporo
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In Sapporo (Japan) findet vom 30. Juli bis zum 01. August 2008 der 4. iCommons iSummit statt; für den 29. Juli 2008 ist des- wegen ein "CCi legal day" angesetzt, in dem unter anderem ak- tuelle Entwicklungen bei den Creative Commons besprochen wer- den.

Die iCommons, eine von Creative Commons ausgebrütete Organi- sation, die sich dem Zugriff auf Bildung und Wissen für alle verschrieben hat, initiiert mit dem jährlichen Kongress iSum- mit die Entwicklung und Fortentwicklung von Werkzeugen, die Zugriff auf Bildungsinhalte und Wissen im Internet für alle ermöglichen. Nun findet die iSummit, nach ihrem Start in der Harvard Universität im Juli 2005, zum vierten Mal statt und wendet sich nach Japan, wo einmal mehr Ikonen der freien Digi- talkultur, wie zum Beispiel Joi Ito und David Wiley, die Zu- kunftsvision einer digitalen Welt zelebrieren. Doch anders als bei den letzten Veranstaltungen bildet die iSummit nur den An- fang einer Veranstaltungsreihe, die im August beginnt.

Das diesjährige Summit-Programm ist ergebnisorientiert und zielt auf die wirklichen Bedürfnisse der Teilnehmer. In den früheren Jahren erhielten die Teilnehmer profundes Wissen ver- mittelt; in diesem Jahr sollen die Teilnehmer in ihren ver- schiedenen Disziplinen Ergebnisse zu Tage fördern, die inner- halb der Gemeinschaft in den nächsten Jahren bleibende Verän- derungen mit sich bringen. Lautete das frühere Mantra noch, "macht es und sie werden kommen", heisst es diesmal: "kommt, und sie werden es tun".

Fünf Workshops werden während der iSummit angeboten, die sich unter anderem mit den Themen freie Bildung, freie Wirtschaft, lokaler Zusammenhang und globale Gemeinschaft beschäftigen, und die Teilnehmer mit aktuellen, progressiven und aufschluss- reichen Informationen versehen, die diese dann in ihren Pro- jekten umsetzen können. Neben der Konferenz wird es auch ein Programm geben, das den Teilnehmern aktuelle japanische Kunst, Pop und Kultur nahe bringt.

Darüber hinaus ist für den 29. Juli 2008 der "CCi legal day"
angesetzt, der sich mit aktuellen und zukünftigen Entwicklun- gen im Bereich Creative Commons befasst. Dabei werden Themen wie individuelle Anforderungen für unterschiedliche Regionen und Interessengruppen, Internationale Privatrechtsklauseln, weltweite CC-Lizenzen und Lizenzierung von Weiterentwicklun- gen angeschnitten. Dem schließt sich an einem anderen Tag ein eigener, geschäftlich orientierter Tagungsabschnitt an.

Veranstaltungsort ist das 2003 eröffnete Sapporo Convention Center. Die Anmeldung erfolgt online, nachdem man sich einen Pentabarf-Account für iCommonsiSummit.org eingerichtet hat.
Die Teilnahmegebühren reichen von US$ 210,- (Studenten) über US$ 510,- (Akademiker, Non-Profit Organisationen und Regie-
rungsvertreter) bis US$ 710,- (Unternehmensvertreter).

Weitere Informationen und Anmeldung unter:
> http://icommonssummit.org/index.html

Das Programm des "CCi legal day" findet man unter:
> http://short4u.de/48628a6617ac5

Das Programm der Veranstaltung findet man unter:
> http://icommonssummit.org/programme/programme.pdf

Quelle: icommonssummit.org



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IMPRESSUM/TEAM
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ISSN 1616-0908

RA Daniel Dingeldey
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